Sino-German Business Center Menden neues Mitglied im IMW

Netzwerke schaffen und Unternehmen miteinander in Kontakt bringen gehören zu den Hauptzielen des IMW. Umso passender, dass das neueste Mitglied mit der gleichen Zielsetzung unterwegs ist: Deutsche und chinesische Unternehmer zusammen führen, kulturelle Unterschiede überwinden helfen und gemeinsam Geschäfte ermöglichen: Die Ziele, die sich das neu in Menden ansässige Sino-German Business Center gesetzt hat, sind nicht gerade klein gesteckt. Aber das Team um Simone Dirksmeier ist sich sicher, an genau der richtigen Stelle anzusetzen.

Simone Dirksmeier und WSG-Geschäftsführer Stefan Sommer

„Aufgrund unserer langjährigen Kontakte und Geschäftsbeziehungen zu chinesischen Unternehmen können wir heimische Firmen optimal unterstützen, in den Dialog mit den Chinesen zu treten und mögliche Geschäfte auszuloten“, erläutert Simone Dirksmeier. Eine Idee, die auch bei Mendens Wirtschaftsförderer Stefan Sommer direkt Gefallen gefunden hat: „Wir haben in unserer Stadt viele Unternehmen, die ihre Produkte weltweit vermarkten und international sehr erfolgreich unterwegs sind“, erläutert der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (WSG). „Wir freuen uns daher sehr, dass sich das Sino-German Business Center bewusst dazu entschieden hat, seine Aktivitäten vom Mendener Technologie- und Gewerbezentrum (MTGZ) aus zu beginnen.“

Der Name des Netzwerke aufbauenden Unternehmens ist zugleich Programm der eigenen Philosophie: Die Sinologie, auch Chinawissenschaften genannt, ist die Basis der Deutsch-Chinesischen Geschäftsbeziehungen, die den heimischen Unternehmen viele Möglichkeiten öffnen können. „Vielfach werden wir gefragt, warum wir uns gerade Menden als Sitz ausgesucht haben“, berichtet Simone Dirksmeier. „Dabei ist das gar nicht so abwegig: Wenn wir eine Stecknadel nehmen und mittig auf einer Europakarte platzieren, landen wir ziemlich genau in Menden und der Region Südwestfalen.“ Und genau dort haben erste Unternehmen bereits die neu gewonnenen chinesischen Kontakte genutzt: Neben dem Mendener Uhrenveredler „Blaken“ hat zum Beispiel auch die Märkische Spezialitätenbrennerei aus Hagen von dem Besuch einer aus Menden eingeladenen chinesischen Wirtschaftsdelegation profitiert: Gleich mehrere tausend Flaschen der regionalen Schnaps-Spezialität orderte ein chinesischer Geschäftsmann als Geschenk für seine besten Kunden. „Das war für uns ein weiteres Zeichen, in welchen Dimensionen auch für kleinere Unternehmen aus der Region Geschäfte möglich sind“, so Simone Dirksmeier, die derzeit schon die nächste Delegationsreise aus dem Land der aufgehenden Sonne vorbereitet. Dass das Interesse auch in China sehr groß ist, zeigte unlängst der Besuch eines Filmteams des chinesischen Staatsfernsehens, das auf seiner Deutschlandreise gleich mehrere Tage in Menden und Umgebung Station machte.