Attraktivität der Innenstadt steigern

Nur attraktive Innenstädte bleiben lebendig, binden Kaufkraft, verhindern Abwanderung und geben einer Stadt ein positives Gesicht. Verbesserungsmöglichkeiten zur Attraktivitätssteigerung des Mendener Zentrums wurden im Januar 2002 mit Prof. Dr. Klaus J. Beckmann, Leiter des Lehrstuhls und Instituts für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen und Vertretern von Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Einzelhandelsverband, der SIHK und der WSG diskutiert. Angesichts von Industriebrachen, Leerständen in der Innenstadt und wachsender Wettbewerb umliegender Städte wurde deutlich, dass in Menden etwas geschehen muss.
Prof. Dr. Beckmann bemängelte, dass aus dem durchaus beeindruckenden historischen Stadtkern Mendens zu wenig gemacht wurde. Er beklagt besonders, dass die teilweise schönen und historischen Fassaden durch großflächige Geschäfts- und Reklameschilder und Transparente verdeckt seien. Historische Strukturen müssten wieder hervorgeholt werden, um der Stadt ein unverwechselbares Gesicht zu geben.
In den Jahren 2002 und 2003 fand ein Studentenwettbewerb zur möglichen Strukturverbesserung der Innenstadt statt. Vorstand und Beirat des IMW hatten beschlossen ihn in Zusammenarbeit mit der Architekteninitiative Menden und mit der Unterstützung der Stadt Menden durchzuführen. Fünf Studententeams aus den Fachrichtungen Architektur, Raumplanung und Landschaftsarchitektur erarbeiteten im Rahmen eines Workshops „Stadträume und Stadtträume“ Ideen für Innenstadt Menden. Im Zentrum der Arbeit stand die Bahnhofstrasse, der schon aus historischen Gründen besondere Bedeutung zukommt. Nach einer offenen Diskussion zwischen Teilnehmern des Workshops, Bürgern, Politikern und Fachleuten stellten die Teilnehmer ihre Entwürfe vor. Viele neue Ideen wurden entwickelt, die dazu beitragen können, Menden zur Wohlfühlstadt zu gestalten. Es wurde aber auch angeregt durch das IMW - Forum und den Studentenwettbewerb kurzfristig erreichbare Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Durch Initiative des IMW gibt es heute eine verbindliche Gestaltungssatzung, die als Empfehlung im Arbeitskreis Stadtmarketing entstand.
Inzwischen wurde durch die Eigeninitiative der Hauseigentümer viel Fassaden verschönert und durch Mitwirkung des IMW der Eingangsbereich der Bahnhofstrasse neu gestaltet; neue Papierkörbe und Bänke konnten aufgestellt und Lichtmasten mit Blumenschmuck versehen werden.

Da eine Stadt nur ins rechte Licht gerückt wirklich erstrahlen kann, hat der IMW die in die Jahre gekommene Straßenbeleuchtung in wichtigen Bereiche der Innenstadt erneuern lassen. Durch die neuen Leuchten konnten die Wartungs- und Stromkosten spürbar gesenkt werden. Insgesamt führte das Projekt zu mehr Sicherheit und damit auch zu einer freundlicheren Atmosphäre in der Innenstadt.
Auch das ehemalige Grohe – Gelände, eine ehemalige Industriebrache am Rande der nördlichen Innenstadt, hat sich der IMW gekümmert. Hier wurde ein begrünter Wall angelegt und der Parkplatz mit Recyclingmaterial aus dem Abbruch der ehemaligen Gebäude der Stadtwerke befestigt.
In der Projektgruppe Stadtverschönerung wurden Vorschläge des IMW zum Innenstadtkonzept der Stadtverwaltung erarbeitet, die hierin einflossen.

Das Leuchtturmprojekt des IMW im Jahre 2010 ist die Umgestaltung des Platzes vor dem Alten Rathaus. Planungsgrundlage hierfür lieferte ein vom IMW durchgeführter Architektenworkshop. Die Umsetzung des Projektes wurde durch den Beschluss des Rates, zweckgebundene Mittel des Konjunkturprogramms II zur Verfügung zu stellen, ermöglicht.
Durch den alljährlichen Stadtverschönerungswettbewerb werden die Hausbesitzer angeregt, in Eigeninitiative ihre Gebäue und Vorgärten attraktiver zu gestalten. Die Gewinner des Wettbewerbs belohnt der IMW mit Geldpreisen.
So hat sich der Initiativkreis Mendener Wirtschaft e.V. seit 1995 aktiv für die Verschönerung Mendens eingesetzt, hierzu viele Ideen entwickelt, Anstöße gegeben und sich an der Finanzierung beteiligt, aber es gibt für die Zukunft noch viel zu tun.
der Platz vor dem Alten Rathaus wird neu gestaltet