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13.12.2011 Prof. Dr. Max Otte beeindruckt mit seiner Sicht auf die Finanzwelt

„Der Euro hält – zumindest die nächsten drei Jahre“

Prof. Dr. Max Otte

Auf Einladung des IMW kam der Ökonom Prof. Dr. Max Otte für einen Vortrag nach Menden – ein gefragter Wirtschafts- und Finanzexperte. Bereits im Jahr 2006 brachte er das Buch „Der Crash kommt“ auf den Markt - und 2008 kam die internationale Finanzkrise tatsächlich. Immer wieder wird der 47-Jährige als „Krisen-Ökonom“ bezeichnet - daran hat er sich gewöhnt. Er selbst sieht sich als Wirtschaftshistoriker. Und so erfuhren die etwa 380 Besucher der Veranstaltung auf der Wilhelmshöhe, dass man diese Krise seit 30 Jahren habe kommen sehen können.

Seit sechs Jahren ist er amerikanischer Staatsbürger, bezeichnet sich aber ausdrücklich als „glühenden Europäer“. Promoviert hat Otte an der Princeton University. Über den Euro sagt er: „Der Euro hält – zumindest die nächsten drei Jahre.“ Da seine Prognosen diese Frist nicht überschreiten, könne er gerne in drei Jahren noch einmal eingeladen werden.

Wenn es Privatanlegern um Geldanlagen geht, rät er zu Qualitätsaktien. Aktien, die es schon seit 30 oder mehr Jahren gibt. Und dabei stehen Güter des täglichen Bedarfs ganz oben in seiner Gunst – vorrangig die Marktführer. Gold sei eine gute Beimischung. Immerhin würde seit Anbeginn der Menschheit damit gehandelt und es sei immer eine letzte Instanz. Das physische Gold als Metall ziehe er dem Papierwert vor. Bei Immobilien rät er zur Vorsicht: Wohnflächen seien bereits ausreichend vorhanden, die Auflagen für Objekte nehmen immer mehr zu, die Bevölkerung ab. Genau wie auch die Mietmoral abnehme. Also setze man bei Immobilien besser auf Qualität und gute Lage.

Aktienpakete, Ackerland und Wälder hätten den Besitzern auch in schwierigen Zeiten schon oft das Einkommen gesichert.

Innerhalb des Finanzsystems in Deutschland sieht Prof. Dr. Otte den Mittelstand bestraft. Ehrliche Arbeit werde von Spekulationsgeschäften überholt. Das sei keine gute Basis.

Immer wieder lenkt er den Blick auf die Gesamtzusammenhänge in der Gesellschaft. Er würde ein Parlament für Europa befürworten, in dem die Anteile der Stimmen an der Bevölkerung gemessen würden. Ganz allgemein sei die beste Grundlage ein stabiles Rechtssystem, in dem die Menschen ihren tatsächlichen Neigungen nachgehen könnten. Nicht jeder sei nun mal ein Kaufmann.

Prof. Dr. Otte beeindruckte mit einem Vortrag, der auch danach noch in gemütlicher Runde im Spiegelsaal für viel Gesprächsstoff sorgte.

23.11.2011 "Business at Lunch" im Fotostudio 4D
Fotostudio 4D

Der Rundgang im „Fotostudio 4D“ dauerte etwas länger: Die knapp 40 Teilnehmer des letzten „Business at Lunch“ im Jahr 2011 konnten auf etwa 1600 Quadratmetern in eine - teilweise - künstliche Welt eintauchen.

Joachim Menne, der im Bereich Setbau auch schon mal komplette Badezimmer im eigenen Studio aus dem Nichts erschafft, begrüßte die Mitglieder des IMW herzlich. Gemeinsam mit Miriam Kirchner (Organisation) und Julian Tietz (elektronische Bildverarbeitung) gründeten sie 2006 als Gesellschafter das „Fotostudio 4D“. Es handelt sich dabei um ein Großraumstudio für Industrie- und Werbefotografie auf der Platte Heide in Menden. Angestellt ist Benjamin Dietrich als Fotograf.

„Drei Chefs, ein Angestellter – wir finden das ein gesundes Verhältnis“, scherzte Joachim Menne. Kennengelernt haben sie sich bei ihrer Arbeit für das „ACA Studio“ in Hemer, welches 1970 von Karl und Alexander Rabl, sowie dem Grafiker Fritz Horn gegründet wurde. Das „Fotostudio 4D“ profitierte von der 40-jährigen Erfahrung der damaligen Arbeitgeber, die schon immer Berufsgruppen wie Maler, Schreiner und Fliesenleger in den Studiobetrieb integrierten. Als Alexander Rabl das „ACA Studio“ zum Ende des Jahres 2004 verkaufte, führten andere Inhaber es innerhalb eines Jahres in die Insolvenz. Eigentlich die Geburtsstunde des daraufhin gegründeten „Fotostudio 4D“, denn den damaligen Angestellten drohte die Arbeitslosigkeit. Sie nahmen ihr Schicksal selbst in die Hand: „Diesen Schritt haben wir nie bereut“, betonte Miriam Kirchner am Rande der Veranstaltung.

Mit dem Jahreswechsel von 2008 auf 2009 siedelte das komplette Studio von Hemer nach Menden um. Das Portfolio ihrer Arbeit ist vielfältig: Mal werden millimetergroße Keramikrohlinge für Zähne oder Industrieanwendungen ins rechte Licht gerückt, dann wieder 60 Quadratmeter große Sets bestückt. Durch die Digitalisierung können nationale und internationale Kunden problemlos betreut werden – viele von ihnen aus der Sanitärbranche. Da fährt dann auch schon mal ein Sattelschlepper aus Österreich mit 30 Duschen auf den Hof für ein neues Projekt – alles wird individuell abgestimmt. Der Austausch läuft oftmals per E-Mail, so muss der Kunde nicht selbst vor Ort sein. Miriam Kirchner: „Es ist immer wieder toll zu sehen, wie ein Projekt von der ersten Skizze bis zum Foto in einem Katalog Gestalt annimmt.“

Im Namen des IMW bedankte sich Martin Weber am Ende der Veranstaltung "Business at Lunch" bei den Gastgebern - auch für die großartige Bewirtung.

Fotostudio 4D
17.08.2011 „Business at Lunch“ bei Firma Ewald Rostek GmbH Oberflächentechnik
Bei einer erneuten Beteiligung von über 70 IMW-Mitgliedern fand das „Sommer-Business at Lunch“ am Mittwoch, 17. August 2011, in der Firma Ewald Rostek GmbH Oberflächentechnik an der Max-Eyth-Str. in Menden statt.

Bei sommerlicher Zeltstadtatmosphäre im Garten neben dem Firmengebäude bedankte sich der IMW-Beiratsvorsitzende Rüdiger Scholz bei den Gastgebern Peter und Ewald Rostek für den freundlichen Empfang und die Ausrichtung des beliebten Unternehmertreffens.

Herr Peter Rostek stellte anschließend die Entwicklung des Familienunternehmens, die Produktionspalette und den Markt vor. Hierbei ging er insbesondere auf den veränderten Rohstoff- und Energiemarkt und die damit verbundenen Kostensteigerungen ein.

Das 1948 gegründete Familienunternehmen, das in dritter Generation von Ewald und Peter Rostek geführt wird, beschäftigt heute 95 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb an 15 vollautomatischen Oberflächenbeschichtungsanlagen. Bei Auftragsspitzen kommen bis zu 20 Leiharbeiter von regionalen Anbietern hinzu.

Die Herstellung von Rohlingen für Geldmünzen macht inzwischen 70 Prozent der Produktion aus. Zum Kundenkreis zählen neben den EU-Ländern, Länder der ehemaligen Sowjetrepubliken, aus Asien, Latein- und Südamerika und aus dem arabischen Raum.

Die restlichen 30 Prozent decken Kunden der Heizungs-, Sanitär-, Leuchten- Pharma- und zu einem kleinen Teil der Automobilindustrie ab.

In Sachen der Energiepreise bezog Peter Rostek deutlich Stellung. Der beschlossene Atomausstieg sei im Grundsatz sicherlich in Ordnung, doch die gestiegenen Strompreise durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz oder das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz seien eine große Belastung für das energieintensive mittelständische Unternehmen, das im Jahr soviel Strom verbraucht wie 3.200 Mendener Durchschnittshaushalte. Die Preiserhöhung bedeutete in einem Jahr 140.000,-- € an Mehrkosten.

In der folgenden Werksführung konnten die Teilnehmer die Münzrohlinge begutachten und einen interessanten Einblick in den galvanischen Prozess und Ablauf erhalten. U.a. demonstrierte ein Mitarbeiter mit kleinen Vorführbädern die verschiedenen galvanischen Bearbeitungsmöglichkeiten. Während der Führung standen die Herren Peter und Ewald Rostek für offene Fragen gerne zur Verfügung.

Auch für das leibliche Wohl war bei den anschließenden Gesprächen mit verschiedenen Kanapees und kühlen Getränken bestens gesorgt.
25.05.2011 „Business at Lunch“ im Büro Vedder + Berndes Architekten BDA
In lockerer Open-Air-Atmosphäre im ungewöhnlich halböffentlichen Raum zwischen den beiden Bürogebäuden konnte der IMW zur zweiten Veranstaltung von „Business at Lunch“ im Jahr 2011 am Mittwoch, 25. Mai 2011, erneut über 50 Mitglieder im Büro Vedder + Berndes Architekten BDA am Südwall 16 in Menden begrüßen.

In seiner Begrüßung bedankte sich der IMW-Beiratsvorsitzende Rüdiger Scholz bei den Gastgebern Anselm Vedder und Peter Berndes für die Ausrichtung der bei den IMW-Mitgliedern beliebten Veranstaltung, bei der neben der Vorstellung des gastgebenden Unternehmens der Gedankenaustausch bei einem Imbiss im Mittelpunkt steht.

Rüdiger Scholz nutzte die Gelegenheit, um Anselm Vedder im Namen des IMW einen besonderen Dank für seine Verdienste und sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement im Initiativkreis Mendener Wirtschaft e.V. auszusprechen.

Anschließend gab Anselm Vedder einen Einblick in den Berufsstand der Architekten und des 1913 gegründeten Büros. Fachkräfte und den Nachwuchs zieht es in die Ballungszentren, die Zahl qualifizierter Mitarbeiter geht zurück, im privaten und öffentlichen Bereich wird immer weniger Geld für Neubauten ausgegeben, die Bauanträge für Eigenheime sind in den letzten Jahren um 50 % zurückgegangen „und eine Erholung wird nicht mehr kommen“. Die zurückgehende Zahl von Firmen im Bauhauptgewerbe und von Handwerksbetrieben macht aufgrund der Verfügbarkeit eine verbindliche Zeitplanung heute häufig schwierig. Sorge bereitet auch der Verlust traditioneller Fertigkeiten, die für Restauration und Denkmalpflege unverzichtbar sind.

Das Büro Vedder + Berndes hat sich diesen Herausforderungen gestellt. Bei der 20-köpfigen Mannschaft, mit erfahrenen und jungen qualifizierten Mitarbeitern aus allen Bereichen, steht die Teamarbeit im Mittelpunkt. Das Büroteam verfügt über 200 Jahre Berufserfahrung. Die Qualität der Arbeit wird durch einige Auszeichnungen in den vergangenen Jahren untermauert. Neben Stadtplanungsprojekten wurden Bauprojekte mit einem Volumen von mehreren hundert Millionen € betreut. Hierbei kommt die Hälfte der Aufträge aus dem Nordkreis.

Die Teilnehmer hatten anschließend die Möglichkeit sich bei einer Begehung das Arbeitsumfeld, die einzelnen Arbeitsbereiche in einem Architekturbüro näher anzusehen. Bei Vedder + Berndes wird neben der fachlichen Seite viel Wert darauf gelegt, dass sich die Mitarbeiter an Ihrem Arbeitsplatz auch wohlfühlen können.

Auch beim Imbiss konnten sich die Teilnehmer vom „handwerklichen Können“ überzeugen. Es gab unter anderem Hochhäuser aus Erdbeer- und Melonenstücken am Spieß, Stadtlandschaften aus Kanapees und Baumreihen aus Gurken.
23.02.2011 „Business at Lunch“ bei KME mit Rekordbeteiligung
Bei einer Rekordbeteiligung von über 80 IMW-Mitgliedern fand das erste „Business at Lunch“ im Jahr 2011 am Mittwoch, 23. Februar 2011, in der Firma KME Germany AG & Co. KG an der Carl-Benz-Str. in Menden statt.

Von besonderem Interesse war den Teilnehmern, was von der 1853 gegründeten R. & G. Schmöle, die 1988 von Kabel Metall Europa (KME) übernommen wurde, verblieben ist und wie bei KME heute produziert wird.

In seiner Begrüßung bedankte sich der IMW-Beiratsvorsitzende Rüdiger Scholz bei den Gastgebern, Herrn Klaus Steinhage und Herrn Alfons Reich, für die Ausrichtung des beliebten Unternehmertreffens.

Die Herren Steinhage (Marketingleiter) und Reich (Werksleiter in Menden) stellten anschließend die Unternehmensgruppe, die weitere Produktionsstandorte in Deutschland, Italien, Frankreich und China unterhält, und insbesondere das Industrierohrwerk der KME in Menden näher vor.

Herr Reich erläuterte, dass Menden mit 335 Mitarbeitern ein bedeutender Standort der KME ist, der nach harten Krisenjahren heute sehr gut aufgestellt ist. Bei einem Umsatz von 200 Millionen € können bis zu 40.000 Tonnen Kupferrohr pro Jahr gefertigt werden. In Menden steht heute nicht nur das größte, sondern auch das modernste Kupferindustrierohrwerk Europas. Gefertigt werden Kupfer und Kupferlegierungen in höchster Qualität. Die KME-Präzisionsrohre findet der Kunde nicht direkt mit dem Firmenlogo im Geschäft, allerdings in vielen Produkten, z.B. in Klimaanlagen, Kühlschränken, in Autos und auf Schiffen.

Ein entscheidender Faktor bei der Fertigung ist der Rohstoffpreis für Kupfer, der z.Zt. bei stolzen 7.000,-- € pro Tonne liegt. „Wir sind ein Bankhaus mit angeschlossener Produktion“ scherzte Alfons Reich angesichts des hohen Finanzierungsbedarfs. Eine effektive Planung beim sparsamen Umgang mit dem Rohstoff Kupfer ist daher unbedingt notwendig.

In der folgenden Werksführung erhielten die Teilnehmer einen interessanten Einblick über den Produktionsprozess. Für offene und individuelle Fragen stand die KME-Mannschaft dabei gerne zur Verfügung.

Auch für das leibliche Wohl war mit einem kalten Buffet bei den anschließenden Gesprächen bestens gesorgt.